European Championship 2010
Anfang August fand zum ersten mal seit vielen Jahren wieder eine Europäische Meisterschaft für Laser 5000 statt. Insgesamt 11 Boote aus 3 Nationen trafen sich am Möhnesee östlich von Dortmund um die beste Crew zu ermitteln.
Dabei kamen drei Boote aus Deutschland, zwei aus Polen und die Restlichen sechs aus Großbritannien. Austragungsort war das British Möhnesee Sail Training Centre. Die meisten Crews reisten schon am Sonntag an um noch genug Zeit zu haben um die Boote aufzubauen und sich mit dem See vertraut zu machen.
Am Montag begann die Meisterschaft mit dem verwiegen der Mannschaften. Nachdem alle Crews gewogen waren und ihr aufrichtendes Moment bestimmt war wurden die Ausgleichsgewichte verteilt und in die Boote eingebaut. So mussten leichte Segler zum Beispiel ihrer Boote um bis zu 35kg schwerer machen.
Bei der anschließenden Steuermannsbesprechung wurden noch einmal die Regeln erläutert, vor allem die Klassenspezifischen, so ist es zum Beispiel bei den 5000ern erlaubt die Tonnen zu berühren (aber nicht das Startschiff ;-). Dann ging es endlich aufs Wasser um die ersten Wettfahrten zu segeln. So viele Laser 5000 auf einmal ergeben schon ein beeindruckendes Bild. Auch wenn der Wind nicht sehr stark war segelten wir 3 spannende Wettfahrten mit oft sehr engen Zieleinläufen und hart umkämpften Starts. Am Abend lautete die einhellige Meinung, dass so ein Regattatag „hard work“ ist.
Auch der Dienstag begann wieder mit einem „Race Briefing“ und wir fuhren wieder auf den See hinaus. Diesmal hielt das Wetter einige Überraschungen bereit. Denn einige der starken Schauer die über den See hinwegzogen hatten starke Böen im Gepäck, so dass einige Boote kenterten. Hier wurde auch offensichtlich welche der Mannschaften oft bei Starkwind trainieren, und so konnten sich einige der „sturmgewohnten“ Briten nach vorne segeln. Um sich vom anstrengenden Segeln zu erholen gab es am Abend eine Karaoke Party, bei der auch der Camp Manager sein Gesangstalent unter Beweis stellte.
Am Mittwoch, dem freien Tag war dann auch erst einmal ausschlafen angesagt und der Tag wurde von den Seglern nach Lust und Laune verbracht. Ein Teil sah sich die bekannte Möhnetalsperre an, andere verbanden diesen Ausflug mit einer Radtour. Und zwei Teams segelten auch an ihrem freien Tag: Die Führenden trainierten mit den Letzten ... so was gibt es nicht in jeder Klasse.
Für den Donnerstag waren dann 4 Wettfahrten geplant um am Freitag früh fertig zu werden. Nach zwei Wettfahrten ging es in die verdiente Mittagspause, und danach nochmal aufs Wasser. Vor allem das letzte Rennen war hart umkämpft. Da drei Boote einen Frühstart hatten und erst sehr spät regulär über die Startlinie fuhren versuchte der Rest die Chance zu nutzen und gute Platzierungen zu ersegeln. Ein Protest wegen des Starts musste dann auch am Abend noch geklärt werden. Den letzten Abend verbrachten wir dann beim gemeinsamen Barbecue. Außerdem war für die Abschlussfeier eine Band ins Training Center gekommen, die den ganzen Abend für Stimmung sorgte.
Trotz der langen Nacht waren am Freitag alle Teams pünktlich auf dem Wasser um die letzten beiden Wettfahrten zu segeln. Doch schon beim ersten Rennen drehte der Wind wie wild und manche Boote schafften den Amwind Schenkel ohne eine einzige Wende. Deshalb beschloss die Wettfahrtleitung es bei einer Wettfahrt zu belassen. Sobald das Ufer erreicht war wurden die Boote schon abgebaut und für die Heimreise fertig gemacht. Nach einer sehr kurzen (zumindest im Vergleich zu dem was wie hier bei uns gewöhnt sind) Siegerehrung verabschiedeten sich nach und nach die Teams und machten sich auf die Heimreise.
Alles in allem war der Eurocup 2010 eine gelungene Veranstaltung. Wir hatten viel Spaß und spannende Wettfahrten mit den anderen 5000er Seglern und konnten uns den ein oder anderen Trick abschauen. Deshalb an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an Taff und die Englische Klassenvereinigung, die diese Woche organisiert hat. Wir freuen uns schon auf den nächsten Eurocup.